urtheile ſelbſt, kaͤmpfen.“ „ Und findeſt du nicht,“ antwortete ſie, „Schadloshaltung in deinem Herzen? Haſt du mir nicht ſelbſt gelehrt, daß die Tugenden nicht mit den Titeln uͤbertragen werden. Dieſe Namen, dieſe Ehren, dieſe voruͤbergehenden Wuͤrden, von dem Menſch dem Menſchen ertheilt, was ſind dieſe gegen den Adel der Seele? Wenn ſie aber einſt der Lohn der Tugend werden, dann eile, ſie zu verdienen. Uebrigens haſſe ich das Gluͤck, weil es ver⸗ muthlich die Schranken, die uns trennen, er— hoben hat; beſchenkt es aber dich mit ſeinet Gunſt, ſo wollen wir ihm Altäre errichten.“ Die Begeiſterung mit welcher Almaide ſprach, verlieh ihr neue Reize. Es war mir unmoͤglich, ihr ſogleich nachzugeben, und ich fuhlte den Drang, ihre Vorſaͤtze noch einmal zu bekämpfen.„Ich werde die Welt durch⸗ ſtreifen,“ ſagte ich.„Ich werde verſuchen mein ungluͤckliches Schickſal zu beſiegen. Dich zu erlangen wird mir nichts zu ſchwierig, 3 nichts unmoͤglich ſcheinen. Mißlingt mir aber mein ganzes Beſtreben, werde ich von den
ewig gegen ſeine Verhaͤltniſſe


