die mit Engelsreinheit liebt, warum mußt du mit der Wuth einer ſtrafbaren Leidenſchaft wieder geliebt werden? Ich wollte dein gan⸗ zes Daſeyn an das meinige ketten,— aber was ſagſt du mir jetzt? Einem Andern ſollte es erlaubt ſeyn, nach deiner Liebe ſtreben— dein Herz zu feſſeln? Er ſoll das Gluͤck der Seelengemeinſchaft genießen, das nur uns Bei⸗ den vorbehalten iſt? An deiner Seite wird ihm die Morgenrothe prachtiger leuchten, die Abendkuͤhle ihn lieblicher erquicken! Aber fuͤr mich Aermſten, wird es weder Morgen noch Abend geben,— nur ewige finſtere Nacht und Jahrhunderte von Trauer und Tod!“ „ Mein Mund,“ ſagte Almaide,„wird nie den Eid brechen, den mein Herz in ſeinem Inneren ſchwur. Ich verſprach dir meine Liebe; aber ich verſprach auch meinem Vater, meine Hand nie ohne ſeine Einwilligung zu vergeben: wir muͤſſen dieſe zu erlangen ſu— chen. Urtheile ich richtig, ſo ſteht dir ſein Reichthum, vielleicht auch ſein Stolz, den ſeine Großmuth und ſeine geheimen Wunſche verlaͤugnen mochten, im Wege. Daher mußt du ſtreben, dieſe Hinderniſſe durch Thaten, die
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