Teil eines Werkes 
Erster Theil (1822)
Entstehung
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uͤbrig, die Gewißheit geliebt zu ſeyn; und dieſe einzige Freude meiner ſchon gezaͤhlten Ta⸗ ge, raubte mir die Treuloſe, die mich noch ih⸗ rer Liebe verſichern will!

Ich ſah dieſe uͤbertriebene Ungerechtig⸗ keit nicht voraus, erwiederte Almaide.Ich verzeihe ſie deinem Gram. Ich exiſtire nur durch meine Liebe; ſie iſt die Quelle meiner Schmerzen, die du unrecht haſt zu vermehren. Wenn meine Leiden nicht meine Sachwalter in deinem Herzen ſind, ſo wird eines Tages, vielleicht bald, zu deinen Gunſten mein Jammer emporſteigen, zum Thron des himm⸗ liſchen Vaters, deſſen Barmherzigkeit mir die Hoffnung verleiht, dich an einem Orte wieder zu ſehen, der nur der Wahrheit offen ſteht. Aber, ich wiederhole mit Standhaftigkeit; ich werde nie ungehorſam gegen meinen Vater ſeyn!

Bittere Zaͤhren ſtroͤmten uͤber ihre er⸗ blaßten Wangen. Ein fuͤrchterlicher Schmerz bemaͤchtigte ſſich meiner Seele. Mit einem Blick las ich, was in der ihrigen vorging. Ganz außer mir, warf ich mich zu ihren Fuͤ⸗ ßen.Theuerſte Almaide, rief ich:Du,