Teil eines Werkes 
Erster Theil (1822)
Entstehung
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zwiſchen dem Zwang, dem ewiges Ungluͤck auf

dem Fuße folgt, und der Freiheit die ſich

durch Verirren entehrt, keine Mittelſtraße? Ach! ich ziehe die Dunkelheit des Kloſterle⸗

bens der Verbindung, die Sie mir vorſchlagen⸗

bei weitem vor!“

„Meine Tochter, meine liebe Tochter!“ erwiederte Don Narcis,„Du wirſt keine Ruhe in der Einſamkeit finden, wenn dich nicht eine inbruͤnſtige Gottesfurcht dazu be⸗ ſtimmt. Die Kaſteiungen und die Gebraͤuche des Kloſterlebens, fuͤhren bald die Schwärme⸗ rei des Herzens zum druͤckenden Gefuͤhle der Wirklichkeit zuruͤck. Eine uͤbernatuͤrliche Tu⸗ gend iſt zu dieſer Lebensweiſe erforderlich. Man muß allen Schwaͤchen und Begierden, die uns an dieſe Welt feſſeln, entſagen, um

eine Lebensart zu ergreifen, die keine Reue zulaͤßt. Ich werde nie zugeben, dich auf dieſe Weiſe lebendig begraben zu ſehen.— Aber durch we'ches Mißgeſchick muͤſſen zwei Weſen, die ich ſo innig liebe, mir ſo vielen Kummer

verurſachen? Liebe Tochter! ſey gerechter

—

gegen meine Zaͤrtlichkeit, und halte dich uͤber⸗ zeugt, daß wenn meine Klusheit ſich deinen