—
von Mont⸗Serrat. Hier bot ich dem Gaͤrtner mei⸗ ne Dienſte an. Gleich am andern Morgen hatte ich das Gluck, mich ihr nähern zu koͤnnen. Meine Worte, deren rauhen Klang ich zu mildern ſuchte, erſchreckten ſie anfangs; aber bald er⸗ rieth ſie die Gedanken meines Herzens, die ich beſſer empfand als ich ſie auszudruͤcken ver⸗ mochte. Sie trocknete hierauf ihre Thraͤnen und ſagte:„Ich glaube an deine Erkennt: lichkeit, an deine Treue. Gehe nach Matta⸗ ro. Dott findeſt du vielleicht noch den Sen⸗ nor Don Manuel d'Altamonte. Beobachte ein tiefes Schweigen gegen alle ſeine Umgebungen. Er ſoll dir ſchnell folgen; aber ſeine Reiſe
und der Zweck derſelben muß ein tiefes Geheim⸗
niß bleiben. Geh auf der Stelle— morgen iſt es vielleicht zu ſpaͤt.“
„Sie gab mir ihre Boͤrſe, indem ſie ihre ſchönen Augen zum Himmel emporrichtete. Ich konnte nur mit den meinigen antworten, und ihr Laͤcheln bewies mir, daß ſie mich ver⸗ ſtanden habe. Ich ſah und erkannte Sie; denn mein Gedaͤchtniß iſt hier,“ fuhr der Zigeuner, die Hand auf ſein Herz legend, fort.„Ich fuͤhrte Sie auf nur mir bekann⸗
0*
—


