Teil eines Werkes 
Erster Theil (1822)
Entstehung
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wie ehedem, des Rechts bedienen duͤrfen, dieſe Thraͤnen zu trocknen. Allein eine, mir bis jetzt unbekannte, Blöbigkeit ergriff mich, ſo oft ich mit meiner Schweſter reden wollte. Hatte ſie ſich aber aus ihrem Zimmer entfernt, ſo be gab ich mich in daſſelbe, beruͤhrte, was ſie be⸗ ruͤhrt hatte, druckte das Buch, in welchem ſie geleſen, an mein Herz, erroͤthete und ſchauderte vei dem Anblick der leichten Gewaͤnder, die ſie getragen hatte, waͤhnend, daß ihnen noch etwas von der Grazie ihrer Traͤgerin geblieben ſey, und beging hundert andere Thorheiten der Art. In der Nacht ſetzte ich mich vor ihre Thuͤre, um ein Wort, einen Seufzer zu belauſchen, einen Schlaf beneidend, den ich fuͤr ruhig hielt, und wuͤnſchend, ein gluͤcklicher Traum moͤge mich ihr vergegenwaͤrtigen. Der anbrechende Tag fand mich abermals mit meiner Freundin beſchaftiget und in zweckloſe Betrachtungen ver⸗ ſunken, die mit der aufgehenden Sonne ver⸗ ſchwanden. Dann floh ich gleich einem Ver⸗ brecher, ſchaͤmte mich meiner Thorheit, und eilte auf die Jagd. Ich erkletterte die Felſen, ich durchſtrich die Waͤlder— aber die Schat⸗ ten der Nacht fuͤhrten mich unter Almaidens