Teil eines Werkes 
Erster Theil (1822)
Entstehung
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dort mit ihr leben. Bald erbaute ich ihr eine reizende Wohnung an den Ufern eines Bachs, umgeben von blumenreichen Wieſen, und von dem Schatten der Oliven und Orangenbãumt. Hier ſollte ſie auf einem Thron von Raſen ſitzen und die Huldigungen der Schaͤfer des Ebro, des Tajo und des Duero empfangen. Ich ſah ſie, in meiner Phantaſie, immer ſchoͤn, immer bewundert, immer werth es zu ſeyn, ſowohl in den Pallaͤſten der Koͤnige, als in der Huͤtte des Fiſchers, wo es mein groͤßtes Gluͤck wuͤrde geweſen ſeyn, ihr als Sklave oder als Beſchuͤtzer zu dienen. Ich berauſchte mich mit Ideen, die meiner zerruͤtteten Einbildungskraft ſich aufdraͤngten; aber bald verfiel ich in die peinigendſten Zweifel, und mein Herz, das ſich ſeine Empfindungen nicht erklaͤren konnte, war dem Zerſpringen nahe.

Traurig und mißvergnugt, wenn Almaide zuweilen wieder Frohſinn zeigte, ohne daß ich die Urſache davon ergruͤnden konnte; voller Verzweiflung, wenn ich ihre Thraͤnen bemerkte, wuͤrde ich mein Leben darum hingegeben haben, wenn ich noch haͤtte darnach fragen, und mich,