——
Fuͤßen zu werfen, und ihre Verzeihung uͤber nicht begangene Fehler zu erflehen. Je mehr
ich litt, jemehr vermied ich, vermoͤge eines ſelt⸗ ſamen Widerſpruchs, eine Erklaͤrung, die ich
oft im Begriff war zu fodern, die ich aber 3 den Muth hatte zu begehren, ſo oft ich meine Almaide erblickte, die noch immer zaͤrtlich 93 liebte, trotz ihren unbegreiflichen Launen und dem Unrecht, das ſie in meinen Augen begieng.
Viele Tage verfloſſen unter dieſem ſteten
Wechſel von Hoffnung und projektirten Vor⸗ wuͤrfen, die eben ſo bald verſchwanden, als ſie gefaßt wurden. Meine Laune wurde finſter und reizbar, und ich brachte ganze Stunden
in einer Art von melancholiſcher Betaͤubung zu. Einſam und ſchweigend durchwanderte ich, in den rauhſten und wildeſten Gegenden, die Waͤlder und irrte an den Ufern der Fluͤß
ſe;— aber mir ſelbſt konnte ich nicht entflie⸗ hen. Wohin ich mich auch wendete, fand ich das Andenken an Almaiden, und mein brennen⸗
des Haupt verwirrte ſich in den ſeltſamſten Einfällen. Bald wollte ich eine Huͤtte auf. einen Felſen bauen, ſie dahin fuͤhren und auf ewig von der menſchlichen Geſellſchaft getrennt,


