Teil eines Werkes 
Erster Theil (1822)
Entstehung
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kungen mir andere Quellen des Gluͤcks eroͤffne⸗ ten, die freilich entzuͤckender und maͤchtiger, aber vielleicht auch weniger rein und ruhig waren.

Die ſonſt ſtets ruhige Laune Almaidens nahm nunmehr einen Anſtrich von Melancholie an, der mich beunruhigte. Sonſt war ſie freu⸗ dig und lebhaft, wie der junge Vogel, der ſeine wachſende Schwingen erprobt. Jetzt wurde ſie nachdenkend und ſchwermuͤthig, und ich uͤber⸗ raſchte ſie oft mit Augen voller Thraͤnen. Ploͤtz⸗ lich ſuchte ſie meine Gegenwart zu vermeiden, und beklagte ich mich daruͤber, ſo erroͤthete ſie. Dennoch erneuerte ſie mir ihre Zuſicherungen von Freundſchaft, und ſie war ſo ſchoͤn, ſo auf⸗ richtig und ſo zaͤrtlich, daß ich mir Vorwuͤrfe uͤber meine Beſorgniſſe machte, und mich ſelbſt der Ungerechtigkeit und der Anmaßung beſchul⸗ digte;— aber ſie vermied fortdauernd jede Ge⸗ legenheit, mit mir allein zu ſeyn. Sie verließ die gute Gertrude faſt nicht mehr. Sie bediente ſich des leichteſten Vorwands, um mir den Ein⸗ tritt in ihr Zimmer zu verweigern;— in dieſen bezauberten Pallaſt, in welchem uns die Stun⸗ den pfeilſchnell verſchwunden waren. Schlug ich

ihr neue Luſtparthien vor, oder ihr ſonſt liebe Don Manuel. Erſter Theil. 3