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Sch ſah ſie, gleich mir, zuruͤckgeſtoßen von die⸗
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ſem unbekannten Vater, der ſich unſerer Liebe
entzog. Wie ein Blitzſtrahl fuhr es mir in den Sinn, ich wuͤrde von nun an ihr einziger Be⸗
ſchuͤtzer ſeyn. Dieſe Idee erfuͤllte mich mit kin⸗ diſcher Freude, und raubte mir alle Beſinnung
ſo ſehr, daß ich ploͤtzlich aufſprang, meinen
Kranz ergriff, und der Thuͤre zulief. Aber eben als ich uͤber die Schwelle ſchreiten wollte, hemmte die Stimme meines Vormundes meine eilfertigen Schritte. Verwundert, aber mit Sanftmuth, fragte er mich, welche neue Em⸗
pfindung mich draͤnge, von ihm mit ſolcher Eile
und mit ſo weniger Achtung zu ſcheiden. Errothend kehrte ich mit langſamen Schrit⸗ ten zuruͤck. Ich war auf's neue uͤbelgeſtimmt. „Ich war auf dem Wege,“ ſprach ich,„Al⸗ maiden zu ſagen, daß wir nicht laͤnger einen Vater haben; ich wollte ihr meinen Kranz zum Unterpfand ewiger Freundſchaft anbieten; ich wollte ihr ſchwoͤren, daß wenn auch die Welt in ihren Grundfeſten erbebe, daß wenn ich auch dem haͤrteſten Schickſal Trotz bieten muͤßte, dennoch nichts mich zwingen ſolle, meiner Schwe⸗ ſter zu entſagen,— wie man uns entſagte.“
v.


