Teil eines Werkes 
Erster Theil (1822)
Entstehung
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eleine Verzogerung verzeihen. Ergriſſen von die⸗ ſer Idee, und von meiner Sehnſucht fortgeriſ⸗ ſen, rannte ich aus dem unertraͤglichen Gaſt⸗ hof, erreichte bald Salvadors Wohnung und eilte in Almaidens Zimmer.

Salvador Terillo bewachte den Eingang. Er verbarg mir nicht ſein Mißvergnuͤgen, mich hier zu ſehen, und erſuchte mich, ſogleich in den Gaſthof zuruͤckzukehren. Sein ganzes We⸗ ſen war veraͤndert, er war ungewoͤhnlich ernſt und ſein Antlitz mit Kummer bedeckt. Ich war nicht gewohnt, ihn mit Strenge reden zu hoͤren, und ſein veraͤnderter Ton fiel mir ſelt⸗ ſam auf. Ich wollte zwar auf meinem Willen beſtehen, aber Terillo wiederholte ſeine Befehle mit ſo vielem Nachdruck, daß ich murrend, uͤber das mir ganz unbegreifliche Verbot, meine geliebte Schweſter zu ſchen⸗ in den Gaſthof zuruckkehrte.

Endlich öffnete ſich die chur des Saals, in welchem ich voller Aerger und Ungeduld harrte, und mein Vater ſtand vor mir. Ihn er⸗ blicken, einen Freudenſchrei ausſtoßen, in ſeine Arme fliegen, ihn mit meinen Kuͤſſen bedecken, mich uͤber Terillos Verheimlichung beklagen, la⸗