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dem einſtweiligen Vorſitze des Stuhlherrn, ließ den gefangenen Hugo vorfuͤhren.
Der Verluſt der Ritterwuͤrde, ſeiner Bur⸗ gen, geraubten Schaͤtze und die Ruͤcktehr zum Bauernſtande, hatte ihn ſo duͤſter und ſo tuckiſch gemacht, daß er alles, ſelbſt ſein eignes Leben in die Hoͤlle wuͤnſchte. Mit dieſem boͤſen Sinn trat er trotzig in die Verſammlung der heimlichen Richter, nichts anderes als den Tod erwartend. Wie wun⸗ derte er ſich aber uͤber den erhaltenen Be⸗ ſcheid: ſein Leben ſollte ihn ſeiner veraͤn⸗ derten Lage wegen geſchenkt ſeyn, dagegen wuͤrde er aus zwoͤlf Gauen in der Runde
erwieſen und ſofern er in einem derſel⸗ c einem Monatslaufe betroffen wuͤrde, muͤßte er durch den Dolch der Barmherzig⸗ keit das Leben verlieren. Nach dieſer Wei⸗ ſung wurde er mit verbundenen Augen durch zwei Vermummte eine weite Strecke fortge⸗ fuͤhrt, und dann entlaſſen. 7. Gewoͤhnt an eine wohlbeſetzte Lafel, an


