206
zu kommen ſeh, und entdeckte ihm zugleich, daß Hugo unſer Sohn und Waldine die Tochter des Ritters Veit waͤre. Auch ich betheure beim Blute Chriſti und der heiligen
Jungfrau die Wahrheit meiner Ausſage!“
Hierauf zerſtreute ſich das Volk wie die geſammte Ritterſchaft. Auch der Pater mit ſeiner Begleitung fuhren bald darauf wie⸗ der nach ihren Wohnorten.
18.
Mit welchen Empfindungen hoͤrte Waldine die Nachricht dieſes ſonderbaren Ereigniſſes von ihrem zuruͤckgekehrten Pflegevater, der ſowohl wie Eduard und der Burgkaplan ihr noch nichts von dieſer Begebenheit hatte erfahren laſſen. Bisher hatte zwar die in⸗ nigſte Liebe in ihrem Herzen fuͤr den Ritter Eduard geherrſcht, doch den Gedanken zu wagen, ſein Weib zu werden, ſuchte ſie ſo viel als moͤglich zu unterdruͤcken. Jetzt war


