Teil eines Werkes 
3. Buch (1863)
Entstehung
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Säen der Winterfrucht begleiten, und im Frühling,

wenn das erſte Grün des Sommerkornes durch die. ſchwarze Decke bricht, der Ernte vorausgehen, war ſeine 5 Luſt. Aus dem eitelen Wirrwarr der Welt, welcher

einſt das Ziel ſeiner Sehnſucht geweſen, war er zu dem

ruhigen Walten der Liebe, welches ihn umgab, und zu

dem Umgang mit der Natur, welcher unſre Herzen friſch

erhält für die Empfindung derſelben, zurückgekehrt.

Sein Tagewerk ging nicht länger mehr über den engen

Horizont hinaus, welcher die Berge von Marburg be⸗

grenzt; aber wie glücklich, wie unausſprechlich zufrieden

fühlte er ſich nun unter dieſem engen Horizont, nach⸗

dem er erfahren, auf ſeinen Reiſen und Fahrten zu

Waſſer und zu Lande, daß die Weite deſſelben doch nur

eine Täuſchung und daß wir ſeinen verlockenden Rand,

wenn er vom Feuer des Abends und den ſchönen Trug⸗

bildern des Sonnenuntergangs glüht, doch niemals er⸗

reichen.

Geprüft in der Schule des Lebens und zur Erkennt⸗ niß gekommen, daß die Weihe und Bildung der Kunſt in ihm nicht ſtark genng geweſen, um ihn ſiegreich über die Irrthümer und Erſchütterungen der Vergangenheit hinweg zu den Höhen des Daſeins und der Entſagung zu tragen denn die höchſte Stufe der Kunſt iſt ja die höchſte Stufe der Entſagung iſt er zurückgekehrt zu dem Frieden des Hauſes und der Beſchränkung der täglichen Pflichten. Sein Glück war auch eine Entſa⸗ gung, wenn gleich von anderer Art. Er hatte einer 3 ſchönen Täuſchung entſagen lernen müſſen, um ſich einer 4 Wirklichkeit zuzuwenden, welche er vordem von ſich ge⸗.

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