welcher, ſeit jener verhängnißvollen Erklärung der Ober⸗ vormundſchaftsbehörde, auch der Sitz unſres Freundes, des Barons, iſt. Sogleich ſtellten wir bei dieſer Dame Nachforſchungen bezüglich deſſelben an, und waren ſehr froh zu erfahren, nicht blos, daß ſie ſich ſeiner erinnere, ſondern auch, daß es ihm wol gehe; daß er auf der Promenade ſtets in Begleitung eines ſehr alten und ſehr häßlichen Hundes geſehen werde; daß er— in Er⸗ mangelung andrer Beſchäftigungen— ein großer Freund und Protector des Theaters geworden, daß er ſeine eigne Loge darin habe; daß er an jedem Abend darin erſcheine, möge nun gegeben oder wiederholt werden, was da wolle, und daß er ihr bei ihrer Benefiz⸗ und Abſchiedsvorſtellung einen großen Kranz zugeworfen habe. Dieſen Kranz, welchen die Dame unter ihren andern Trophäen aufbewahrt, haben wir geſehen; und glaubten,
im Intereſſe unſerer Leſer, Akt von demſelben nehmen
zu müſſen, als einem Zeichen, daß unſer Freund nun⸗ mehr auf einem beſſern Wege begriffen ſei, als bisher.
Alles dieſes hatte ſich noch vor dem Tode des Brunnenmatz ereignet und zugetragen; und in dieſer Zeit war es, wo er zuerſt ſelten, dann immer häufiger an Waltern dachte und einzuſehen anfing, daß er doch eigentlich ſehr Unrecht an ihm gehandelt habe. Ja, einmal ſogar äußerte er ſich gegen ſeine Frau dahin, ob es denn wol nicht möglich ſei, den armen Jungen wieder aus London zurückzurufen; worauf aber ſeine Frau, die biedre Brunnenbäuerin, erwiderte, dieß ſei nun zu ſpät; es werde dem„armen Jungen“ jetzt
draußen wol beſſer gehen, als es ihm jemals hier gehen


