Teil eines Werkes 
3. Buch (1863)
Entstehung
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beſaß, außer ihrer Tochter Gertrud, hatte den Ge⸗ danken derſelben nicht gewehrt. Das Auge der Mut⸗ ter hatte lange ſchon wahrgenommen, daß eine tiefe und ernſthafte Neigung zu dem Entfernten das kleine, un⸗ ſchuldige Herz ihres Kindes erfülle. Sie hatte keinen zweiten Verſuch gemacht, ihre Tochter zu einervor⸗ theilhaften Parthie zu bewegen, ſeitdem der erſte miß⸗ glückt war. Denn mit der Werbung Peters, des Lieutenants, hatte es ein klägliches Ende genommen. Ein liederlicher und unzuverläſſiger Burſche war er ſein Lebtag geweſen, daran war kein Zweifel; aber daß er ſich zuletzt noch ſo ganz auf die ſchlechte Seite legen werde, das war nicht vorauszuſehen. Er machte ſo viele Schulden, als man in einer kleinen und ehrlichen Stadt, wie Marburg, machen kann, und nahm, nachdem alle Hülfsquellen erſchöpft waren und ſelbſt der Brunnen⸗ matz kein Geld mehr anſchaffen wollte oder konnte, ſeine Zuflucht zum Spiel. Er begann mit kleinen Aus⸗ flügen nach Nauheim, wo ſein Geſicht bald bekannt war an dem grünen Tiſche des Kurſaales, bekannter in der That, als ihm lieb war, wegen der Nachbarſchaft von Marburg und weil dieſes wegen ſeiner Hazardbänke be⸗ rühmte Bad nebſt einem oder zwei andern von gleicher Beſchaffenheit zu dem glücklichen und geſegneten Vater⸗ lande gehört, in welchem Peters Heimath war. Wes⸗ wegen er ſich denn demnächſt über die nicht allzu ent⸗ fernte Grenze begab, Frankfurt a. M. zu ſeinem Mittelpunkt und Hauptquartier machte, und von dort

aus abwechſelnd die Heilquellen und Spieltiſche von

Wiesbaden, Homburg und Baden⸗Baden beſuchte. In

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