Hauſes, als die beiden Fremden ſo ſpät noch eintraten. Iſrael Moß, bekannt in jenem Viertel der Stadt und unter ſeinen Leuten als der„Captain“, ſaß in einem Lehnſtuhl, dicht am Camin, bekleidet mit dem Sammt⸗ ſchlafrock und dem Sammtkäppchen, in denen er nach des Tages Laſt und Mühe die patriarchaliſchen Func⸗ tionen des Hausherrn auszuüben pflegte. Dieſelben en⸗ deten gewöhnlich mit einem geſunden Schlaf im Lehn⸗ ſeſſel, welcher begleitet ward von den tiefen und regel⸗ mäßigen Athemzügen ſeiner Ehehälfte, ihm gegenüber in dem zweiten Lehnſeſſel der Stube, und von dem Schnar⸗ chen ſeiner jugendlicheren Gehülfen, welche auf den höl⸗ zernen Bänken an der Wand lagen.— Die Sitten dieſer morgenländiſchen Colonie ſind auch darin von denjenigen des übrigen ſie umgebenden Londons verſchie⸗ den, daß die Thüren daſelbſt nicht verſchloſſen und Glockenzüge und Eiſenringe an denſelben unbekannte Dinge ſind. Die ſchlafenden Bewohner des Moß'ſchen Etabliſſements bemerkten daher den Eintritt der beiden Fremden nicht eher, als bis dieſe mitten in der Stube ſtanden. Dann aber gab es einen großen Aufſtand und eine allgemeine Bewegung. Mr. Iſrael Moß, der Captain, ſchob ſein Sammtkäppchen weit zurück über das Ohr und der Kopfputz ſeiner Ehehälfte, welcher noch wie damals, wo wir dieſes Meiſterſtück weiblicher Hand⸗ arbeit zuerſt zu bewundern Gelegenheit hatten, aus einer Maſſe von beweglichen Blumen und Federn beſtand, machte gewaltige Schwankungen auf dem Haupte dieſer würdigen Dame. Am Meiſten hervor aber thaten ſich diesmal die Gehülfen, welche bei dem unerwarteten An⸗
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