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Dir fehlt der Glauben an das Menſchenherz— an das treue und leidenſchaftsloſe Walten der Liebe, welches uns an das Leben bindet und in die Heimath zurückruft.“ Und mit einem dankbaren Blick gen Him⸗ mel dachte er an Gertrud, welche, treu dem Worte, das ſie ihm freiwillig gegeben, und geduldig ihn daheim er⸗ wartete, ob er ihrer gleich im Lärmen der Welt ver⸗ geſſen hatte; und zu der er nun zurückkehrte aus dem ſtürmiſchen Ozean des Lebens, nachdem er ſo viele Opfer der Leidenſchaft, des Wahnes und der Selbſtüberhebung in demſelben hatte verſinken ſehen...
Nach einer langen Wanderung durch immer entlege⸗ nere Straßen, nachdem ſie den Dom von St. Pauls, Bank und Börſe hinter ſich hatten, hielten ſie in einer ſchmutzigen, wunderlichen Gaſſe, und vor einem ſchmutzi⸗ gen, wunderlichen Hauſe ſtill. Harfenklänge, Geſang, Tanz und Lachen erfüllten die Herbſtnacht; und braune Geſichter mit dunklen Augen wurden ſichtbar in ihrer feuchten Dämmerung. Ein Klang und eine Viſion, wie aus einem andern Leben, welches er vor dieſem gelebt, zogen an Walter vorüber, als er in dem Gäßchen und vor einem ſeiner hohen und halbeingeſunkenen Häuſer ſtehen blieb. Hier war es, wo einſt ſeine Londoner Abenteuer bigonnen hatten, als er arm und hülflos, aber reich an Eipbildungen und glühend noch von dem unge⸗ prüften Feuer ſeiner erſten Leidenſchaft angekommen war; und hierher noch einmal in der Stunde des Ab⸗ ſchieds zog es ihn. Er ſtand in Pettycvat⸗lane und vor dem Hauſe des alten Ifrael Moß. 2.
Große Leeru herrſchte in der Stube diſes


