Teil eines Werkes 
3. Buch (1863)
Entstehung
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innerem Leide oder nur, weil mit den ſchwellenden Lip⸗ pen die Farbe der Entſagung ſo ſehr contraſtirte ihre rechte Hand, von der ſie den ſchwarzen Handſchuh geſtreift, war ſo weiß und ſo glatt und ſo köſtlich wie Marmor; und der Ton ihrer Stimme klang ſo weich und ſo himmliſch ſüß, da ſie zu ſprechen begann und ſagte:

Wollt Ihr mit mir gehen?..

Die ſchöne Dame war nicht allein. An ihrer Seite ſtand ein hoher Mann mit dunklen Augen und dunklem Barte ein ſchöner ſtolzer Mann eine Heldenge⸗ ſtalt; und etwas weiter zurück, in gemeſſener Entfernung, ſtand ein Diener mit unterwürfig ſchlauem und doch vertraulich lächelndem Geſicht, in gelber Livree, welche über dem Arme mit ſchwarzem Flor umwunden war.

Die ſchöne Dame wandte ſich an den ſtattlichen Herrn, der ihr Begleiter war.

Ich ſehne mich wieder nach Muſik, ſagte ſie, ſeitdem ich den erſten Schmerz um mein Kind über⸗ wunden

Eine Thräne glänzte in ihrem Auge. Sie neigte ſich ein wenig zur Seite und wiſchte mit der weißen, glatten Marmorhand die Thräne aus dem Auge.

Ich glaube es thäte mir gut, fuhr ſie fort,wenn ich wieder Muſik hörte und ſelber wieder verſuchte, zu ſingen. Was denken Sie, wandte ſie ſich an ihren ſtattlichen Begleiter,wenn ich dieſen jungen Künſtler, der ſo wundervoll zu ſpielen weiß, bäte, mich in die Einſamkeit zu begleiten, welche ich jetzt aufzuſuchen im Begriff ſtehe?..