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Walter hatte ſich erhoben. Er ſtand, mit der Rech⸗ ten auf den noch niedergedrückten Taſten an ſeinem Cla⸗ viere und ſah zu der ſchönen Frau empor, wie zu einer Traumgeſtalt.
„Wir gehn in ein ſchönes Schloß, das fern von hier in den blauen Gebirgen von Wales liegt. Dort ſeht Ihr das Meer. Dort hört Ihr den Hochwald. Dort, in einer hohen, einſamen Halle ſollt Ihr Eure Weiſen ſpielen, und meine Lieder begleiten, wenn ich ſinge.— Wollt Ihr mit mir gehn?“..
Walter war ſprachlos. Er fand kein Wort. Er ſah nur auf zu der wunderbaren Erſcheinung, zu der ſchönen Fran, die vor ihm ſtand, umgeben von dem ge⸗ dämpften Glanze des Morgens. War ſie eine Fee aus den Bergen, die gekommen war, ihn zu entführen? War ſie die Königin aus jenem Reiche des Sehnens, das nimmer vergeht, und von welchem er vorhin ge⸗ ſungen?
Die ſchöne Frau ſchien zu verſtehn, was in der Seele des Jünglings vorging und warum ſeine Blicke ſo verwirrt zu ihr emporſahn.
„Wir wollen Euch Bedenkzeit geben,“ ſagte ſie, in⸗
dem ſie dem Dienſtmann in gelber Livree winkte, welcher
den Mantel ſeiner Herrin über dem Arme trug. Sie langte ein kleines Buch, deſſen Deckel reich von Gold und Elfenbein glänzte, aus demſelben und nahm eine Karte heraus, welche ſie dem betroffnen Jüngling reichte..
„Dies iſt mein Name und meine Wohnung. Bis morgen um dieſe Zeit will ich Euren Entſchluß wiſſen.


