lichem Lächeln uns die Liebe erwartet, welche im Leben Abſchied von uns genommen.
Und es war Frühling geworden, und die Gründe des Crhſtallpalaſtes hatten ſich mit neuem Grün und die fernen Hügel mit neuen Farben geſchmückt.
Aber Walter ſaß noch immer an ſeinem Platze und Mendelsſohn's Muſik war ſein Troſt und ſeine Frende.
Und es war Sommer geworden, und in den Grün⸗ den des Crhſtallpalaſtes blühten die Roſen und auf den
fernen Hügeln lag der blaue, feine Sommerduft.
Und ein ſchöner, kühler Sommermorgen war es, wo er wieder vor ſeinem Inſtrumente ſaß, ruhig und zu⸗ frieden in den ihm vertrauten Klängen, welche den Sai⸗ ten entquollen und ſeine Seele labend an ihren ſchönen Verheißungen von einem Reiche, das nicht von dieſer Welt.
Er ſah nicht, wie lieblich die Welt draußen lachte — dieſe Welt, die ihn einmal getäuſcht⸗ und noch mehr⸗ mal täuſchen ſollte, bis er durch erneute Entſagung und ſtreng geübte Selbſtbeherrſchung zu dem einzigen Glücke durchgedrungen, welches auch ſie zu gewähren im Stande iſt und zu welchem wir Alle berufen ſind. Er ſah nicht, wie die Landſchaft ſonnig glänzte, in aller Pracht der frühen Sommerherrlichkeit, bis hinaus zu den Hügeln, über welchen ein zarter, blauer Duft träumte. Er ſah nicht, wie die Marmorbilder im Crhſtallpalaſt ſchim⸗ merten, wie die Waſſer blitzten, wie die Fahnen und die Kränze leuchteten.— Er ſah nicht, wie eine ſchöne
Frau dicht neben ihm ſtand, und mit Bewunderung und Entzücken ſeinem Spiele lauſchte. Er ſah Nichts von


