Teil eines Werkes 
3. Buch (1863)
Entstehung
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kann, wird nach Außerhalb geſucht. Franz Michel lachte zuerſt; alsdann, mit komiſchem Ernſte, begann er ſeinen jungen Freund zu muſtern.Gefälliges Aeußere, ſagte er,das paßt. Fertig Clavierſpielen, paßt auch. Aber mit dem Gent das iſt die Schwierigkeit. in Gent muß mit dem Stock unter dem wn ſ können. Ein Gent muß das Halstuch genial tragen, * la Bhron, und den Hut ſchief auſſetzen. Ein Gent muß für halben Preis in's Theater gehen und ſich mit Policemen ſchlagen. Kurz, Du ſiehſt, daß Du kein Gent biſt, Walter. Aber verſuch Dein Glück. Vielleicht nimmt's der Mann nicht ſo genau!

Walter ſuchte die im Blatt angegebene Adreſſe auf, und fand den Mann, welcher einen Muſikalienladen in Cheapſide und eine Filiale im Crhſtallpalaſt hat. Da⸗ mals war ihm gerade der muſterhafte junge Menſch durchgegangen, welchen die Verkäuferin elfenbeinerner Schnitzwaaren ſo ſehr zu rühmen pflegte. Vielleicht geſchah es daher, daß der Prinzipal nicht ſo ſtreng auf die Tugenden ſah, welche ein Gent nach Franz Michels Meinung beſitzen mußte, und ſein bisheriger Commis, der muſterhafte junge Menſch, wirklich auch in höchſter Vollendung beſeſſen hatte, ſondern ſich damit begnügte, daß Walter Grün von ſeiner Ehehälfte für einen ganz erträglich ausſehenden Menſchen erklärt wurde und die Prüfung auf dem Clavier beſtand, welche er ſelbſt mit ihm vornahm. Worauf er ihn engagirte und ihm ſeinen Platz im öſtlichen Flügel des Crhſtallpalaſtes anwies,

mit der Verpflichtung auf den daſelbſt ſtehenden Cla⸗

von gefälligem Aeußern iſt und fertig Clavier ſpielen