Teil eines Werkes 
3. Buch (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

nun im Verein mit einem geliebten und verwandten Herzen oder in der Einſamkeit eines pflichtgetreuen und ehrlichen Beſtrebens. Das Glück iſt kein Geſchenk des Zu⸗ falls und der Laune. Es iſt der Lohn einer Arbeit. Es iſt der Preis eines Kampfes. Es iſt die Erfüllung unſrer ſchön⸗ Wir wollen arbeiten, kämpfen und hoffen! ber utiter denn je war Walter an jenem Morgen. Wie bald hatte dieſes Reich der Täuſchung ſeinen reizenden Schimmer für ihn verloren! Es waren dieſelben Perſonen, wie an dem erſten Morgen der ſorgloſe Haarkräusler und ſeine ſorgloſen Kunden, deren ganzes Leben aus Rauchen, Biertrinken und Tanzen be⸗ ſtand es waren dieſelben Melodien, welche Franz Michel auf dem Claviere ſpielte... es waren dieſelben Weiber, welche draußen im Sonnenſchein vor der Thür ſtanden und dieſelben Kinder, welche um den braunen Leierkaſtenmann herumſprangen. Aber wie ſehnte er ſich hinaus nach friſcher Luft, mitten aus dieſer ſchwülen Atmoſphäre, dieſen ſinnlichen Melodieen und dieſem gan⸗ zen Treiben des Leichtſinns und der Gedankenloſigkeit. Walter nahm, um ſich zu zerſtreuen, das Zeitungs⸗ blatt auf, welches an jedem Morgen in's Haus gebracht wurde. Es war derAdvertiser, das Londoner Krä⸗ merblatt. Walter hatte in der Zeit ſeines Aufenthalts in London Engliſch genug gelernt, um es leſen zu können. Plötzlich ſtand er auf und ging mit dem Blatt zu Franz Michel;das wäre vielleicht Etwas für mich! ſagte er. Franz Michel nahm das Blatt und las an der ihm von Walter bezeichneten Stelle:Ein Gent, welcher Straßenſängerin III. 2

*