Waſſers, das Rollen eines Rades, den langen Nachhall eines Schlages, eines Falles, die ſtete Arbeit unterirdi⸗ ſcher Maſchinen— ein mächtiges Concert von Dishar⸗ monieen, die ſich für das Gehör zuſammenballen in ma⸗ jeſtätiſche Tonloſigkeit und die Seele überwältigen durch die zwar gedämpfte, aber ununterbrochene Folge ihrer formloſen Accorde. Dieſes iſt der erſte Eindruck, den man erhält. Noch lange begleitet er uns in ſeiner grandiöſen Unentwirrbarkeit, ehe ſich allmälig aus der unförmlichen Maſſe die einzelnen Töne entwickeln, von denen einige, wie die des Waſſers, der Chöre und Mu⸗ ſiken, liebliche Melodien und andre die natürlichen Laute einer großen und bewegten Menſchenmenge ſind.
Der zweite Eindruck iſt der von Licht— Licht, † nicht minder betäubend und verwirrend, wenn wir es zu empfinden beginnen, als es zuvor der Eindruck des Schal⸗ les war. Licht von ſolcher Fülle und in ſolchen Dimen⸗ ſionen, wie wir es niemals geſehen haben. Wir haben über uns in gewaltiger Höhe ein Kuppeldach, welches nicht der Himmel iſt, und doch ſeinen Glanz, ſeine Farbe, ſeine luftige Klarheit beſitzt. Wir haben zu un⸗ ſeren Seiten Galerien, in welchen Menſchen wandeln, auf⸗ und niederſteigen,— drei, vier Stockwerk über ein⸗ ander, unabſehbar weit hinunter— und ſehen doch keine Wände, keine Fußböden, keine Treppen— nur feines, leichtes Stabgewebe, durchſichtig, wie das Maſchenwerk von Spinnefäden, zierlich, ganz von Klarheit durchſtrömt. Wir haben vor uns in endloſer Ferne hohe Gänge, prachtvolle Hallen, Höfe von Säulenſtellungen geſchloſ⸗ ſen und Thorbögen, hinter denen die Perſpective neuer
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