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Major, deſſen Augen und Sinne ſchwelgten in dem rei⸗ fen Anblick ihrer Schönheit.—
„Sie hat meinem Diener Jacques Patürot die Geldſumme, welche ich ihr im Namen meines Bruders ſandte— denn mein Name ſoll nicht genannt werden in Gegenwart dieſer Dirne, Gott behüte!— ſie hat dieſe Geldſumme meinem Diener vor die Füße geworfen, Major!“
„Nicht möglich!“ ſagte der Major.„Vor die Füße .. Unbegreiflich für mich, woher dieſe Geſchöpfe, de⸗ ren Anfang und Ende die Straße iſt, einen ſolchen Bettelſtolz nehmen....“
„Bettelhochmuth wollten Sie ſagen, Major....“ „Wollt' ich ſagen, Mhlady....“
„Bettelfrechheit, Major 4
„Bettelfrechheit, Mhlady..., mir fehlt das Wort
für ein ſolches Betragen. Es iſt ein unerhörter Fall, Mylady; und ich kann nicht ohne Schaudern an die.
Verwirrung denken, welche ſeine Folgen hätten herbei⸗ führen können, wären Sie nicht mit Jhrer gewohnten Umſicht eingeſchritten, Mylady. Stellen Sie ſich doch vor, Mhlady, welche vortreffliche Rolle Sie geſpielt ha⸗ ben würden, wenn dieſe Tochter der Nacht und des Nebels, Lady Hazlewood geworden wäre!“
„Halten Sie ein, Major!“ rief Mylady, indem ſie in gerechtem Unwillen beide Augen mit ihrer ſchönen, weichen, weißen Hand bedeckte.
„Stellen Sie ſich doch vor, Mhlady, welch' eine Scene das geweſen wäre,“ fuhr der Major fort, der an dem Humor der Sache immer mehr Geſchmack zu finden
Straßenſängerin I. 16
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