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laſſen erachtet in dem ungewohnten Gedränge? Giebt es etwas Schrecklicheres, in dem ganzen ſpäteren Leben, als dieſer einzige Augenblick der kindiſchen Angſt? Wer von uns hätte ſich nicht wirklich einmal in ſeinen Kin⸗ derjahren auf einem Gange verirrt, und wäre nun ſtun⸗ denlang, ohne Hoffnung je wieder nach Haus zu kom⸗ men, umhergewandert, bis irgend ein guter Mann den weinenden Knaben an die Hand genommen und zu Mutter und Vater und Geſchwiſtern zurückbrachte? Kein Kummer, kein Gram der reiferen Jahre gleicht an innerer Stärke Demjenigen, was der Knabe damals in einer Stunde geduldet und gelitten hat. Seid deſſen gewiß, das Kinderleben iſt nicht ganz jene Reihe golde⸗ ner Tage geweſen, wie die ſpätere Erinnerung und die Bilderfibel ſie malt. Kinder ſind Menſchen, wie Ihr; Kinder fühlen Schmerzen, wie Ihr. Denn es giebt doch wahrlich mehr Dinge auf dieſer Welt, um uns un⸗ glücklich zu machen, als getäuſchte Hoffnungen oder ge⸗ brochene Liebesſchwüre.—
Jemima ging nicht in ihre Kammer. Jetzt, in der ſtürmiſchen Empörung ihrer kleinen Seele war ihr Ge⸗ fängniß ihr mehr verhaßt, als je.
Sie ging in den Hof.—
Es war beinahe finſter. Die Steine waren feucht, wie ſie es in dieſer Jahreszeit des Nebels in London gewöhnlich ſind. Obendrein ſtäubte ein feiner Regen nieder. Die Mauern ſchienen ſchwach zu dampfen. Die Mauern waren nicht ſehr hoch. Ein Mann hätte, wenn er hier oder dort in eine der zahlreichen Lücken getreten wäre, ſich mit einem Satze wol hinüberſchwingen mögen.


