Teil eines Werkes 
2. Buch (1863)
Entstehung
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eine Butterſchnitte weniger zu eſſen, als Kühe zu füttern und Pferde zu kämmen. Das Horn ſchwankte; zuweilen, wenn der Meiſter ausgegangen war, ſah man es mit einer gewaltigen Art in der Hand Holz ſpalten; aber es warf dies verächtliche Werkzeug weit von ſich, wenn der Meiſter wieder auf der großen Diele geſehen ward. Die zweite Violine jedoch war die größte Schwierigkeit von Allem; ſie machte dem guten Meiſter viel Herze⸗ leid. Es war noch ein halber Junge, der ſie ſpielte, Walter Grün mit Namen, ein Menſch kaum zwanzig alt, und obendrein eine elternloſe Waiſe, ein weitläufiger Anverwandter, den er aus purer Barmherzigkeit ange⸗ nommen und in ſeiner Kunſt unterrichtet hatte. Und wie ſpielte dieſer Menſch nun! Es war eine himmel⸗ ſchreiende Ungerechtigkeit gegen ihn, ſeinen Wohlthäter, ſeinen Meiſter und älteren Verwandten, wie dieſer Menſch ſpielte! Er konnte ihm das nie vergeſſen und vergeben, wie ſie im letzten Sommer auf einem benach⸗ barten Dorfe zur Kirmeß ſpielten, und wie auf einmal das gnädige Fräulein vom Edelhof, welches ein paarmal mit rund getanzt hatte, mitten drin inne hielt und ſagte: Dieſer junge Menſch ſpielt ja ganz entzückend. Wie heißt dieſer junge Menſch und wer iſt er? Darauf hatte ſie am andern Morgen den Walter zu ſich auf's Schloß kommen laſſen, wo er ihr ein paar Stunden lang zuerſt auf der Geige und dann auf dem Clavier vorſpielen mußte, denn der Walter ſpielte Geige und Clavier mit gleicher Fertigkeit. Dieſe Beſchimpfung war dem alten Brunnenmatz ſehr zu Herzen gegangen. Warum hatte das gnädige Fräulein nicht zu ihm, der doch die