Biere ſaß, und würde mit Jedem Streit angefangen haben, welcher ihm das nicht glaubte. Der Baron, welcher für den Leutnant eine ganz beſonders zärtliche Freundſchaft empfand, glaubte es ihm auch; und„Eliſe! Bier!“ rief er— worauf die brünette Eliſe kam und ihm ſein Glas bis an den Rand friſch füllte. Nachdem auf der andern Seite des Tiſches das blonde Hannchen mehreren Herren denſelben Dienſt erwieſen, begann der Leutnant ſein neues Lied zu ſingen, ſo zwar, daß die ganze Brüderſchaft jedesmal die beiden letzten Zeilen jeder Strophe im Chore wiederholte.
Es ſaßen vier Hallunken
In einer Kneip' und trunken;
Sie hielten unter ſich gar einen weiſen Rath, Wer unter ihnen wol das ſchönſte Mädel hat?
Da war auch Einer drunter,
Und Nichts verſchweigen kunnt' er.
Der renommirte laut, daß ihm für dieſe Nacht Das allerſchönſte Mädel ein Stündlein zugeſagt.
Das Mädel ſtand am Pförtel,
Und hörte jedes Wörtel;
Du großer Gott verleih, verleih mir Troſt und Rath, Daß dieſer böſe Burſch kein'n Antheil an mir hat.
Des Nachts wol um der Mitten,
Da kam der Burſch geritten;
Er klopfte dreimal an mit ſeinem Siegelring:
Sprich, ſchläfſt Du oder wachſt Du, Du allerſchönſtes Ding?
Mag ſchlafen oder wachen,
Dir thu' ich nicht aufmachen— Geh Du nur immer hin, wo Du geweſen haſt, Und binde deinen Gaul an einen dürren Aſt.


