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Herz gewaltſam zurück. Die Sterbende ſah nur den ſtarken, milden Freund in ihm, ihn, der einſt ihr die Stütze des Lebens hatte ſein wollen, jetzt, von Gott geſandt, ihr eine Stütze im Tode zu ſein.
Während zwei jammervoller Tage hinſterbenden Bewußtſeins wurden mühſelig einige helle Augenblicke benutzt, in denen der Landrath Klotildens letzte An⸗ ordnungen empfing und durch einen gerichtlichen Act von ihr zum unumſchränkten Adminiſtrator ihrer Hin⸗ terlaſſenſchaft ernannt ward. Er mußte ihr verſprechen, Alonzo nicht zur Strafe zu ziehen.„Der Unglückliche!“ ſagte ſie;„die Strafe ſitzt ihm im Herzen!“ Eli hatte ihr geſtanden, daß er den Brief zu ſpät abge⸗ geben. Doch wähnte ſie, der Geliebte ſei in dem aufgezwungenen Zweikampf gefallen.
Dann riß ſie ihre Gedanken gänzlich von allem Irdiſchen los. An der Bruſt des Freundes hauchte ſie die todmüde, liebereiche Seele aus. Todt hielt er nun die Geliebte in ſeinen Armen, deren Beſit ſeit vielen Jahren die Sehnſucht ſeines Lebens geweſen war. Ein paar glühende Thränen tropften herab aus dem männlichen Auge auf die marmorglatte, marmor⸗ kalte Stirn der Entſchlafenen.
An des Gatten, des Kindes Seite, wie ſie es gewollt, begrub er ſie; ſetzte den Wiedervereinigten


