„Ich muß ſie ſehen“, ſagte Saſſen entſchieden. „Es wird ſie ſtärken, zu wiſſen, daß ich in ihrer Nähe bin. Sagen Sie ihr, der Freund ihrer Ju⸗ gend, der Freund ihres Vaters, ihr einſtiger Vormund ſei angekommen und wolle und müſſe ſie ſehen.“
Der Arzt, nicht ohne Hoffnung, daß die Gegen⸗ wart des Freundes eine günſtige Wirkung auf die Kranke ausüben werde, ging hinein, ſie vorzubereiten.
Der Landrath hatte in England, wohin er aus Singapore auf einem engliſchen Kriegsſchiff zurück⸗ kehrte, die Briefe ſeines Agenten gefunden, die ihm von Klotildens Schiffbruch, und die ſpätern aus Charlestown, die ihm von ihrem perſönlichen Ent⸗ kommen und ihrem Leben in der Familie Caſtleton Nachricht gaben. Die neuern aber, die von ihrem Wiederfinden des geliebten Bräutigams Kunde gaben, waren nach Marſeille geſendet worden, wo der Land⸗ rath, der noch den Orient zu bereiſen beabſichtigte, bei ſeiner endlichen Rücktehr nach Europa anfänglich zu landen dachte. Sie waren demnach noch nicht in ſeine Hände gekommen.
Beim Empfang jener erſchütternden Nachricht ent⸗ ſchloß er ſich raſch, die geliebte Freundin in Char⸗ lestown aufzuſuchen, ihr Stab und Stütze zu ſein. Er unternahm die Reiſe ohne Anſprüche; ob aber


