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mittleren Jahren in Trauerkleidung, den Kopf mit allen Zeichen eines tiefen Grames auf die Hand ge⸗ ſtützt. Seine vornehme Haltung und ſein ungeläu⸗ figes Engliſch machten die einfachen Frauen ſcheu
gegen ihn, aber der tiefe Schmerz, der aus ſeinem
ganzen Weſen ſprach, rührte ſie. Er war an dem Tage angekommen, an dem Hubert in das Grab ge⸗ ſenkt ward. Da war es ergreifend zu ſehen, wie er mit aſchfarbenen Wangen an das offne Grab trat und mit einem Blick des tiefſten Schmerzes eine Handvoll Erde auf den eingeſenkten Sarg warf, und ſich wegwandte und, faſt übermannt, das Geſicht ver⸗ barg. Klotilde hatte ſeitdem ohne Bewußtſein ge⸗ legen. Er hatte oft an ihrem Bette geſtanden, ſie hatte oft den ſtarren, todten Blick auf den theuern Freund gerichtet, aber ohne ihn zu erkennen. Mit blutendem Herzen wandt' er ſich dann ab— dieſen Blick von Klotilden, die ganz Leben, ganz Seele war, ertrug er nicht— zog ſich in das Nebenzimmer zu⸗ rück und wartete mit gramvoller Ungeduld, daß ſie zu ſich komme.
Jetzt kam der Arzt heraus.„Iſt ſie erwacht?“ fragte Saſſen, denn er war es..
„Sie iſt erwacht“, erwiderte jener bedenklich.
„Aber ſie iſt ſehr ſchwach.“


