ſich in ſeinen freundſchaftlichen Edelmuth nicht eine kühne Hoffnung miſchte, wollen wir unnnterſucht laſſen.
Eben hatte die atlantiſche Dampfſchifffahrt begon⸗ nen. Zwei kurze Wochen brachten ihn in einen an⸗ dern Welttheil. In Neuyork erfuhr er von Hubert's Geſchäftsfreunden die veränderte Lage der Sachen. Sein Herz war ſtark. Er war edel genug, ſich des Glückes der Geliebten zu freuen. Er war edel genug, Zeuge dieſes Glückes ſein zu wollen, nun da er ein⸗ mal, die junge Freundin wiederzuſehen, die große Reiſe unternommen hatte. Er forſchte genau nach des lie⸗ benden Paares Wohnort, konnte aber nur Allgemeines darüber hören und reiſte nach Vermont ab, ſie auf⸗ zuſuchen.
In einem Dorfe, einige Stationen hinter Concord, begegneten einander die beiden Landkutſchen, die von und nach jenem Orte führten. Der Tiſch ſtand für beide Theile der Reiſenden gedeckt. Saſſen kam neben einen angenehm ausſehenden jungen Mann zu ſitzen, aus deſſen Reden er ſchließen mußte, daß er geſtern Montpellier verlaſſen.
„Erlauben Sie mir die Frage“, redete Saſſen ihn an,„ſind Sie in der Gegend im Weſten von Mont⸗ pellier bekannt?“


