Prediger wandte ſich dem Hauſe zu. Frau Curtis nahm Klotilden bei der Hand und wollte ſie hinein⸗ führen. Sie hatte Thränen in den Augen.
„Was iſt geſchehen?“ rief Klotilde entſetzt, in der Thüre ſtehen bleibend.
„Sie ſind eine Chriſtin“, ſagte der ehrwürdige Mann, ihre andere Hand ergreifend.„Der Herr, der gibt, kann auch nehmen!“
Jetzt drang ein dumpfer Lärm den Hügel herauf. Einige Leute traten in den Hof.„Kommen Sie, liebe Mrs. Hubert“, ſagten die Freunde wieder und wollten ſie von neuem in das Haus ziehen. Allein Klotilde, von grauenvollen Ahnungen durchzuckt, riß ſich gewaltſam los. Der Hof füllte ſich mit Men⸗ ſchen. Vier Männer trugen eine Bahre herein. Bet⸗ ten waren darauf ausgebreitet, ein Verwundeter lag darauf. Mit einem Schrei des Entſetzens ſtürzte die Unglückliche darauf zu und, als die Männer die Trage niederſetzten und ſie geiſterbleich einen Blick darauf ge⸗ worfen, ſtürzte ſie ohnmächtig zuſammen.
Hubert war unter des Arztes Händen wieder zu einem ſchwachen Bewußtſein gekommen und hatte mit leiſer, dringender Stimme„zu ſeinem Weibe“ ver⸗ langt. Während des Herauftragens war er von neuem in eine todtenähnliche Ohnmacht geſunken.


