über ihrem eigenen Haupte entladen. Die unglück⸗ liche Virginia hatte ſich in ihr Zimmer eingeſchloſſen. Sie verweigerte Jedem den Eintritt.“
Wider Erwarten der Familie kam ſie einige Stun⸗ den darauf zu Tiſche. Sie ſchien weniger aufgeregt als früher, und ihr ganzes Benehmen war ſo gefaßt, daß ihr Vater, der innerlich ſehr unruhig war, Muth ſchöpfte.
„Papa“, ſagte Virginia,„ich habe mich ent⸗ ſchloſſen, meine Tante in Neuyork auf einige Zeit zu beſuchen. Ich bedaure, daß das Dampſfſchiff nur zweimal in der Woche und beſonders, daß es gerade heute Abend geht. Ich warte ungern ganze drei Tage.“
Nichts hätte Mr. Caſtleton willkommner ſein kön⸗ nen. Er hatte mit einiger Furcht an die nächſten Wochen und Virginiens zorn⸗ und kummervolle Stim⸗ mung gedacht und an den finſtern Schatten, den dieſe auf ſein ganzes Haus zu werfen pflegte. In Neuyork hatte ſie die beſten Mittel ſich zu zerſtreuen. Bälle, Oper, Maskeraden und beſonders Stuarts und Becks und alle die andern glänzenden Läden Broadways.
„Ich will es dem armen Mädchen nicht an Gelde zu den
ſchönſten Sachen fehlen laſſen“, dachte er. Daß ſie die Zerſtreuung ſelber ſuchte, war ein gutes Zeichen.
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