Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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kalten, eigenſüchtigen Tyrannen, meinen Vater, lieben können? Ja, Bergedorf hat Recht, nur Haß und Verfolgung hat er von ihm zu erwarten.

Und warum ſollte Papa ihn haſſen, gute Vir⸗ ginia? Deine Aufregung macht dich ungerecht gegen dein eigenes Blut.

Ein Schleier des Geheimniſſes ruht darüber! Ein myſtiſches Dunkel ruht über Bergedorf's ganzem Weſen, er iſt nicht, was er ſcheint! O, er wird in Herrlichkeit aus dieſem Dunkel heraustreten und ſeine Widerſacher beſchämen!

Klotilden ergriff unendliche Angſt, als Virginia dieſe Worte ſprach. Sie fürchtete mehr als je, das ſchöne, ſtolze Mädchen, von ihrem Enthuſiasmus für alles Außergewöhnliche, Seltſame, Unerhörte fortge⸗ riſſen, ſei in die Hände eines Abenteurers gefallen. Sie erſah auch aus ihren Reden, daß ſie, ſeitdem Bergedorf in der Stadt war, mit ihm in geheimem Verſtändniſſe gelebt habe. Vielleicht wäre ihre Be⸗ ſorgniß noch größer geweſen, hätte ſie länger im Lande gelebt und gewußt, wie ſo manche ſchöne

Amerikanerin aus ehrbarem Hauſe ſich ſchon durch

den vornehmen Titel oder den hohen Rang eines Fremden echt oder unecht hat hinreißen laſſen, eine Liebeserklärung in gebrochenem Engliſch mit gün⸗