Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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5 Bergedorf's Schuld zu Tage zu bringen, ja vielleicht auch mit dem unbewußten, dieſe Schuld möglichſt ſchwerer zu machen, theils um für die verabſcheuten Abolitioniſten ein Beiſpiel aufzuſtellen, theils um von ſeinem eigenen Hauſe die drohende Schmach abzu⸗ wehren.

Virginia war nicht wenig entrüſtet, als ſie von ihrer Schweſter unglücklichem Verſuch hörte.Ich wünſchte, Sarah, ſagte ſie mit einer wegwerfend ſtolzen Miene, du überließeſt meine Angelegenheiten mir ſelbſt. Es war thöricht, von meinem Vater in einer Sache Einſicht zu erwarten, wo er ſo ganz und gar Partei iſt. Und was ließe ſich von ihm auch außerdem hoffen? Er iſt Bergedorf's Feind. Ja, Klotilde, ja, Sarah, ſchaut mich nur verwundert an. Bergedorf hat mir es an⸗ vertraut, daß mein Vater ſein Feind iſt, ſein Feind ſein muß; daß er darum, darum ſein Haus nicht be⸗ treten konnte und durfte, daß er darum, darum an der Thür des Paradieſes ſtehen bleiben mußte, das meine Liebe ihm öffnete.

So haſt du ihn geſehen, Schweſter? fragte Sarah vorwurfsvoll.

Und wie, wenn ich es hätte? Soll auch ich ein Opfer der Convenienz werden, wie meine Mutter es ward? Denn wie hätte dieſes feurige Herz dieſen