ſtigem Ohr zu vernehmen; hätte ſie gewußt, wie ſchnell in der That die Unbekanntſchaft der Republikaner mit europäiſchen Verhältniſſen jeden einigermaßen vornehm⸗ klingenden Namen mit dem Vornehmſten, d. h. mit Fürſten und Königen in Verbindung bringt. Unterdeſſen ſetzte Bergedorf's Proceß ganz Char⸗ lestown in Bewegung. Die edle Erſcheinung des Fremden, ſeine gebildete Sprache und die beſtechende Anmuth ſeiner Sitten waren geeignet, das Intereſſe des Publicums für ihn zu erwecken, und hätten vielleicht auch ſeine Richter günſtig für ihn geſtimmt, wenn nicht das Vergehen, deſſen man ihn beſchuldigte, näm⸗ lich die Sklaven ihren rechtmäßigen Herren abſpenſtig
gemacht zu haben, im voraus eine gar zu gehäſſige
Geſinnung gegen ihn geweckt hätte; beſonders da durch einen Einfluß, von dem niemand recht zu ſagen wußte, woher er komme, die Ueberzeugung herrſchend wurde, daß Milde in einem ſo eclatanten Falle unausbleib⸗ lich die Wiederholung von Vergehungen zur Folge haben müſſe, welche das ganze Gebäude der Staats⸗ einrichtungen des Südens zu zerſtören drohen, ja, daß dieſe Milde ſchon an ſich ſie untergrabe. Zwar ſtellte die Unterſuchung in der That ganz offenbar heraus, daß Bergedorf mit der ſogenannten Verführung der Sklaven gar nichts zu thun gehabt habe; daß er, bis


