Teil eines Werkes 
1. Theil (1852)
Entstehung
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Ich bin mir bewußt, Sie können mich keiner An⸗ maßung zeihen; ich habe Ihnen große, wie kleine Summen und noch vor drei Monaten, als Sie nach der Reſidenz gingen, die zweitauſend Thaler, die Sie foder⸗ ten, ausgeliefert, ohne eine Frage zu thun, wozu Sie ihrer bedürftig wären, wenn ich auch das eine Mal mir die Freiheit des ältern Freundes nahm und Sie

dringend warnte, bei Handlungen der Barmherzigkeit

Ihr weiches Herz nicht misbrauchen zu laſſen. Denn dazu glaubt' ich jene Summe oder wenigſtens einen großen Theil derſelben beſtimmt. Schließen Sie dem⸗ nach, Klotilde, ob ich erſtaunt, ob ich verletzt ſein mußte, als ich vor vier Wochen einen Brief aus der Reſidenz von Ihnen erhalte, in welchem Sie mich beauftragen, Ihr Haus Ihr Vaterhaus, Klotilde! ſowie die übrigen Grundſtücke, in welchen ich Ihr Vermögen vortheilhaft und ſicher angelegt hatte, ohne Verzögerung zu verſteigern und die ausgeliehenen Capitalien zu kündigen, um ſie in Anweiſungen zu verwandeln, über die Sie mich näher zu unterrichten verſprachen. Mein Brief voll Verwunderung, voller Bitten um Erklärung iſt unbeantwortet geblieben. Ich habe Ihren Auftrag vollzogen. Ihr Vermögen iſt ſo disponibel gemacht, als Sie es nur wünſchen können. Aber belohnen Sie wenigſtens dieſe Erge⸗