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nun! Verſagen Sie Ihrem vieljährigen Freunde, dem Freund, an den Ihr Vater ſelbſt Sie gewieſen, nicht länger Ihr Vertrauen!“
„Mein Vertrauen?“ erwiderte Klotilde;„wer beſäße, wer verdiente es mehr als Sie, theurer Freund? Und doch“, ſetzte ſie mit einem Seufzer hinzu,„in dieſem Einen Falle fürcht' ich Ihren Tadel und— fühle doch ſo ſicher, daß ich recht thue.“
„Erklären Sie ſich!“ verſetzte der Landrath drin⸗ gend. Es war etwas Gereiztes in dem Ton ſeiner Stimme, indem er fortfuhr:„Geſtehen Sie, daß ich ein Recht habe, eine Erklärung der anſcheinenden Widerſprüche Ihres Betragens zu fodern. Noch ſind nicht volle zwei Jahre vergangen, als Sie mich, an Ihrem einundzwanzigſten Geburtstage, bereit ſahen, das Amt, das mir mein trefflicher Freund vor nunmehr vier Jahren anvertraut, niederzulegen und Ihnen Rechenſchaft über die Verwaltung Ihres Vermögens zu geben. Aber Sie wollten nichts davon hören. Sie baten mich, als um einen Freundſchaftsdienſt, um die Fortführung der Ihnen unbekannten und läſtigen Geſchäfte. Und ich— Gott weiß, ob ich das Glück empfand, Ihnen noch dienen zu dürfen!
„Ich war von da an Ihr Geſchäftsführer, Klotilde, Ihr treuer Verwalter, nicht länger Ihr Vormund. 1


