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Und's iſch ſo ſtill und heimli do, Man iſch ſo rüeihig und ſo froh! E„Guete Tag“ u.„Dank der Gott“, Und's„git gottlobe ſchöne Tag“, Iſch Alles, was me höre mag.
Und's Vögli ſeit:„Frili³) jo! „Potz tauſig, jo, do iſch er ſcho!
„Er trinkt jo i ſi'm Himmelsglaſt*)
73.
Des Sonntags in der Morgenſtund Wie wanderts ſich ſo ſchön Am Rhein, wenn rings in weiter Rund Die Morgenglocken gehn!
Ein Schifflein zieht auf blauer Flut, Da ſingts und jubelts drein; Du Schifflein, gelt, das fährt ſich gut In all die Luſt hinein?
Vom Dorfe hallet Orgelton, Es tönt ein frommes Lied, Andächtig dort die Prozeſſion Aus der Kapelle zieht.
„Dur Blueſt u. Laub in Hurſt*) u. Naſt!“ Und's Diſtelzwigli²) vorne dra Het's Sunutigröckli au ſcho a.
Sie lüte*) wegers ²) Zeiche ſcho, Der Pfarrer ſchint's well zitli cho. Gang*) brech mer eis Aurikli ab, Verwüſchet mer der Staub net d'rab; Und Chüngeli*⁰), leg di weidli) a, De mueſch derno ne Meye ha!
Joh. Peter Hebel.
Sonntags am Rhein.
Und ernſt in all die Herrlichkeit Die Burg hernieder ſchaut, Und ſpricht von alter, guter Zeit, Die auf den Fels gebaut.
Das Alles beut der prächtge Rhein An ſeinem Rebenſtrand Und ſpiegelt recht im hellſten Schein Das ganze Vaterland.
Das fromme, treue Vaterland In ſeiner vollen Pracht, Mit Luſt und Liedern allerhand Vom lieben Gott bedacht.
Robert Reinid.
74. Sonntagsſtille.
Laß ſinken mich in dein Erbarmen, O Herr, ſo mild noch im Gericht! Verſtießeſt du doch uns, die Armen, Ganz aus dem Paradieſe nicht.
Wohl galts, die Jugendheimat meiden Und ſich mit Knechtesarbeit mühn, Doch ließeſt du in bangen Leiden Am Sabbath uns noch Eden blühn.
Wie in des erſten Tages Glanze, Geboren aus dem Schvoß des Nichts, Die Erde hold im Jugendkranze Sich ſonnte in dem Strahl des Lichts: Wie ſie dein Auge da beglückte Und Alles war vollkommen gut,
So ſchön, daß es dich ſelbſt entzückte—
So haftete von jener Wonne Ein Abglanz noch auf dieſem Tag: Stillfriedlich in der Abendſonne Liegt noch die Flur, wie dort ſie lag. Der Berge altergrauer Rücken Borgt von dem Abendſonnengold Ein trunken Roth, um ſich zu ſchmücken Mit Jugendblüte friſch und hold.
Der Friede Gottes waltet! Heute Hörſt du den Schmerzlaut nicht des Thiers, Nicht flieht das bange Wild die Meute, Es fiel das Joch vom Hals des Stiers. Die Vöglein leis und feiernd ſchlagen, So ſeltſam ſpielt der Abendwind,
Als wollt er ein Geheimniß ſagen
Denn ach, noch floß nicht Abels Blut: Von ewger Huld dem Gotteskind.
1) u. 29 links und rechts, Zuruf an Zugpferde.— 3) freilich.— 4) Glanz.— 5) Strauch.— 6) Diſtel⸗ — 70 läuten.— 8) wahrlich.— 9) geh.— 10) Kunigundchen.— 11) hurtig, geſchwind.
fink.


