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Meng ¹) Blüemli het ſie usſtaffiert, Und mit ſcharmante Farbe ziert, Und mengem Immli z'trinke ge,
Drum iſch ſie jez ſo ſölli) müed, Und bruucht zum Schlof kei Obelied; KeWunder, wenn ſie ſchnuuft und ſchwitzt.
Und gſeit*): Heſch gnueg und witt nomeh? Lueg, wie ſie dört ufs Bergli ſitzt!
Und's Chäferli het hinteno Doch au ſi Tröpfli übercho).
Meng Somechöpfli het ſie gſprengt, Und*s zitig Sömli uſe glengt ³). Hen*) dVögel nit bis z'allerletzt EBettles gha*), und d'Schnäbelg'wetzt? Und keis goht hungerig ins Bett,
Wo nit ſi Theil im Chröpfli het.
Und wo am Baum e Chrieſi“) lacht, Se het ſie'm rothi Bäckli gmacht; Und wo im Feld en Aehri ſchwankt, Und wo am Pfohl e Rebe rankt,„ Se het ſie eben abe glengt,
Und hets mit Laub und Blueſt ²) umhängt.
Und uf der Bleichi het ſie gſchafft Hüt je und je us aller Chraft.
Der Bleicher het ſi ſelber gfreut, Doch hätt er nit:„vergelts Gott“! gſeit. Und het e Frau ne Wöſchli?) gha, Se het ſie trochnet druf und dra.
S iſch weger ¹0) wohr, und überal, Wo d'Sägeſen ¹) im ganze Thal Dur Gras und Halme gangen iſch, Se het ſie gheuet froh und friſch.
Es iſch e Sach, bi miner Treu, Am Motge Gras und 3*Obe) Heu!
Der laute Tag iſt fortgezogen, Es kommt die ſtille Nacht-herauf, Und an dem weiten Himmelsbogen, Da gehen tauſend Sterne auf, Und wo ſich Erd und Himmel einen In einem lichten Nebelband, Beginnt der helle Mond zu ſcheinen Mit mildem Glanz ins dunkle Land.
Jez lächlet ſie zum letzte Mol; Zez ſeit ſie:„Schlofet alli wohl!“
Und d'unten iſch ſie! Bhüet di Gott! Der Guhl'³), wouffem Chilchthurn ²) ſtoht, Het no nit gnueg, er bſchaut ſie no. Du Wundervitz, was gafſch denn ſo? Was gilts, ſie thuet der bald derfür, Und zieht e rothen Umhang für!
Sie duuret ein, die gueti Frau,
Sie het ihr redli Huschrüz au.
Sie lebt gwiß mittem Ma) nit guet, Und chunnt ſie heim, nimmt er ſi Huet; Und was i ſag, jez chunnt er bald, Dört ſitzt er ſcho im Föhrewald.
Er macht ſo lang, was tribt er echt?*) Me meint ſchier gar, er trau nit recht. Chumm numme), ſie iſch nümme do, S wird alles ſy, ſe ſchloft ſie ſcho.
Jez ſtoht er uf, und luegt ins Thal, Und's Möhnli*) grüeßt en überal.
Denkwohl, mer göhn jez au ins Bett, Und wer kei Dorn im Gwiſſe het,
Der bruucht zum Schlofen au kei Lied;
Me wird vom Schaffe ſelber müed:
Und öbbe hemmer Schöchli?0) gmacht,
Drum gebis ²¹) Gott e gneti Nacht! Joh. Peter Hebel.
34. Sommernacht.
Da geht durch alle Welt ein Grüßen, Und ſchwebet hin von Land zu Land; Das iſt ein leiſes Liebesküſſen,
Das Herz dem Herzen zugeſandt, Das im Gebete aufwärts ſteiget, Wie gute Engel leicht beſchwingt, Das ſich zum fernen Liebſten neiget, Und ſüße Schlummerlieder ſingt.
10) Manch.— 2 geſagt.— 3) überkommen, bekemmien.— 00 herausgelangt.— 5) Haben.— 0 gebabt.— 5 Kirſche.— 8) Blüte.— 9) Wäſche— 10) wahrlich.— 10) Senſe.— 12) zu Abend.— 13) ſehr.— 14) Hahn.— 15) Kirchthurm.— 16) Mann.— 17) etwa, doch.— 18) Komm nur.—
19) Maifröſchchen.— 20) haben wir kleine Heuhaufen auf den Wieſen.
21) gib uns.


