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Blüten deutscher Dichter nebst Poetik und Literaturgeschichte ... / bearb. von J. Schenckel
Entstehung
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Aber nicht unſre Hütte! Unſer Vater gebot Seinem Verderber Vor unſrer Hütte vorüberzugehn!

Ach, ſchon rauſcht, ſchon rauſcht Himmel und Erde vom gnädigen Regen!

Nun iſt, wie dürſtete ſie! die Erd erquickt, Und der Himmel der Segensfüll entlaſtet!

Siehe, nun kommt Jehova nicht mehr im Wetter, Im ſtillen, ſanften Säuſeln Kommt Jehova,

Und unter ihm neigt ſich der Bogen des Friedens! Friedr. Gottlieb Klopſtoc.

b) Sommer.

Du ſucheſt das Land heim und wäſſerſt es und machſt es ſehr reich. Gottes Brünnlein hat Waſſer die Fülle. Du läſſeſt ihr Getreide wohl gerathen, denn alſo baueſt du das Land Du tränkeſt ſeine Furchen, und feuchteſt ſein Ge⸗ pflügtes: mit Regen machſt du esweich und ſegneſt ſeine Gewächſe. Du kröneſt das Jahr mit deinem Gut und deine Fußſtapfen triefen von Fett. Die Wohnungen in der Wüſte ſind auch ſett, daß ſie triefen und die Hügel ſind umher luſtig. Die Anger ſind voll Schafe und die Auen ſtehen dick mit Korn, daß man jauchzet und ſinget.

Pſalm 65, 10 14.

27. Im Anfang der Sommerzeit.(649.)

Der trübe winter iſt fürbey, Sie mit gedreng Die Kranich wiederkehren; Wie pfeil von Felſen ziehlen; Nun reget ſich der Vogel ſchrey, Bald rauſchens her, Die Neſter ſich vermehren: Nit ohn gepleer, Laub mit gemach Vnd mit den ſteinlein ſpielen. Nun ſchleicht an tag; Die jägerin Diana ſtoltz, Die blümlein ſich nun melden. Auch wald- und waſſer⸗Nymphen, Wie Schlänglein krumb Nun wieder friſch in grünem holtz Gehn lächelnd vmb Gahn ſpielen, ſchertz⸗ vnd ſchimpffen. Die bächlein kühl in Wälden. Die reine Sonn

Die brünnlein klar, vnd guellen rein Schmuckt ihre Cron, Viel hie, viel dort erſcheinen, Den kocher füllt mit pfeilen: All ſilber⸗weiſſe töchterlein Ihr beſte roß, Der holen Berg, vnd Steinen: Läſt lauffen loß,

In groſſer meng Auff marmer glatten meilen.