lancholie uͤbergieng, der in der Folge ſein abgezo⸗ genes, dem Koͤnige ſo verhaßtes Leben nach ſich zog, in welchem letzterer, weit entfernt, die wahre Urſache zu ahnen, und den Sohn nach ſich ſelbſt beurtheilend, bloß ſtillen Mißmuth uͤber die ver⸗ zoͤgerte Gelangung zum Throne ſah.
Was die Prinzeſſin betrifft, ſo war ihr Ge⸗ fuͤhl fuͤr Dom Karlos noch unentſchieden, mehr Anlage zur Liebe, als wirklich dieſe Leidenſchaft ſelbſt; aber die Furcht, daß ſie es doch werden koͤnnte, floͤßte ihr ein Mißtrauen gegen ſich ſelbſt ein, das ſich nicht ausdruͤcken laßt. Fruͤher war ſie begierig, den Eindruck zu wiſſen„den ihr Bild⸗ niß auf den Prinzen gemacht hatte, und lebhaft wuͤnſchte ſie ſein Herz weniger ruhig, als das ihrige; aber ſobald ſie ihre veraͤnderte Beſtimmung erfuhr, fuͤrchtete ſie nichts mehr als ſeine Liebe. So ſchmeichelhaft Schoͤnheit auch ſeyn mag, ſo ſehr wuͤnſchte ſie, daß alles, was man ihr dar⸗
uͤber ſagte, unwahr ſeyn moͤchte.


