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Don Karlos / Saint-Réal. Aus den Werken des Abbe St. Real gezogen und übers. von S. L. Schmidt
Entstehung
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Hand derſelben Prinzeſſin werben, die bereils ſei⸗ nem Sohne zugeſagt war. Gerne hätte man dem letztern, deſſen Alter dem der Prinzeſſin gleich war, den Vorzug vor dem Koͤnige gegeben, der eher ihr Vater haͤtte ſehn koͤnnenz allein die Weigerung waͤre Beleidigung geweſen, und ſo erfolgte die Zuſage.

Obgleich dieſe Nachricht den Prinzen wie ein Blitzſtrahl traf, und er ſolche in zahlreicher Um⸗ gebung erhielt, ſo war er doch in dem Grade ſei⸗ ner maͤchtig, daß Niemand den ſchmerzlichen Ein⸗ druck bemerkte, den ſie auf ihn machte. Indeſ⸗ ſen kam ihm die Gewalt, dir. er ſich anthat, theuer zu ſtehen, wenn er allein war. Alles was Liebe und Wuth einem ſo tief gekraͤnkten Herzen nur einfloͤßen konnten, durchkreuzten ſeine Seele; aber durch ſeine traurige Lage niedergedrückt, war er keines Entſchluſes fähig, ſo wie ſeine ſonſt⸗ gen Verhaͤltniſſe auch jedes Unternehmen unmoͤg⸗ lich machten, was dann bveranlaßte, daß ſeine

Verzweiflung allmaͤhlig in einen Zuſtand von Me⸗