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Der Novellist : eine Geschichte in 8 Dutzend Denkzetteln aus dem Taschenbuche des Helden / herausgegeben von Arnold Ruge
Entstehung
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ihn nun anſtändig honorire, wirſt Du ihn auch darum beneiden?

Ich? ſoll mich Gott bewahren, daß ich dem armen Jungen nicht wenigſtens Dein ganzes Haus voll Gold⸗ ſtücke wünſchte, wenns nur auf mich ankäme, es zu thun.

Nit dieſer Antwort war er ſehr zufrieden und ver⸗ ſprach, ſich die Sache zu überlegen. Ich prophezeie Dir alſo, daß er Dir den Antrag macht, und ſollt' es ihm Geld und Streit wie Heu koſten.

Da iſt es mir unbegreiflich, erwiederte ich, daß er mich davon noch nichts merken ließ, als er geſtern mit

mir ſprach, vielmehr ganz andre Saiten anſchlug. Er

bat ſich nämlich meine Denkzettel aus, um ſie, nachdem ich ſie nun geordnet habe, durchzuleſen und dabei abzu⸗ warten, ob ihm ſo nicht ein geeigneter Gedanke aufginge, wie wir dennoch die Bedingungen des Geheimen Raths erfüllen könnten. Weiter iſt mir bis jetzt noch keine Kunde zugekommen, und ich für mein Theil ſehe nicht ein, wie dieſer Weg zum Ziel führen könnte. Im Ge⸗ gentheil, es ergiebt ſich daraus, daß er keineswegs auf die Tragödie Rückſicht ninmt und bei ſeinem alten Plane bleibt, ich müßte erſt mit einer Novelle Glück machen, bevor ich meine Tragödie nur überhaupt mit Erfolg zu veröffentlichen im Stande wäre. Denn ich finde ihn keineswegs ſo biegſam, als Du ihn darſtellſt, und es iſt durchaus nicht zu erwarten, daß er ohne Rückſicht auf ſeine dramatiſchen Abſichten, blos um mir aus der Noth zu helfen, irgend ein Opfer bringen ſollte. Er hält es für nothwendig, und weil er es für nothwen⸗