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Wittgens Raubschloß : eine Sage / [August Rublack]
Entstehung
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That, ſprengte Heinrich, in guaͤlender Verwipſ⸗

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Weges Wahl nennen, die du, dir faß unbewußt, traſſt, um dem Verderben zu entrinnen und doch fuͤhrte gerade dieſer Pfad dich in ſeine geoͤff⸗ neten Arme! Doch, das eben iſt des Schickfals heimlichſte Tuͤcke, und wankend wird durch ſpl⸗ che der Glaube ah der Vorſehung huͤlfreiches Walten iſt anders nicht der Tod des Lebens reichſter Erwerb.

Schon lag der Lugauer Berg im Grau des Morgens unfern vor ihm, als plötzlich ein Be⸗

maffneter aus dem nahen Gehoͤlze auf ihn zuritt

ſchon vernahm er ſein drohendes Halt! und erkannte Heinrichs Stimme in dem Rufe da druckte er ſeinem Rappen die Sporen in die Flan⸗ ken, daß er hoch aufbaͤumte, und aͤngſtlich als traue er ſich ſelbſt nicht mit der Rechten das Schwert in die Scheide feſt ſchlagend, jagte er im geſtreckten Laufe an ihm voruͤber, dieſer unſeligen Begegnung zu entrinnen da fiel ein Schuß und Wittgens Schrei:v mein Gott! und nichts mehr war zu vernehmen, als der Hufſchlag fuͤchtiger Roße und Treu's, des Hun⸗ des, aͤngßtliches Geheul.

Gejagt von dem Gedanken, ſo heiß erflehter