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Wittgens Raubschloß : eine Sage / [August Rublack]
Entstehung
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rettenden Flucht entgegen trat, und ſolchen ſperr⸗ te, da verließ ihn ſelbſt der troͤſtende Zweifel, an ſeines Schickſals trauriger Entſcheidung. Doch da er nichts mehr hoffte, ſo fuͤrchtete er auch nichts mehr! und als derſelbe mit jenem Froͤſßteln, der menſchlichen Natur letzte, widerſtrebende Reg⸗ ung, uͤberwunden, war es ihm gleichguͤltig, was noch geſchehen könne. Nicht ſo fuͤhlte Herrmann. Erfahren in ſeinem Handwerke, blickte er duͤſter auf den verraͤtheriſchen Schnee; was da kommen

muͤſſe, lag klar vor ſeinem kraͤftigen Geiſte, und

bei dieſer Einſicht auch der im Augenblick ge⸗ reifte Entſchluß.

Schnurt die Buͤndel rief er ſeiner Schaar zu:Aufgepackt, was klingt und Goldeswerth iſt, und eilig von dannen! in der naͤchſten Stunde mochte es zu ſpaͤt ſeyn. Nicht gefragt, ſondern gehandelt! fuhr er die Erſtaunten an.

Wollt Ihr, ſo moͤgt Ihr bleiben, und Euch

hangen laſſen, ich ziehe von hinnen!

Ohne fernere Ruckſcht ſtieg er jetzt, vor aller Augen, in ſeine Hoͤhle hinab, ſchnallte den ver⸗ heimlichten Reichthum auf ſein Roß, und Witt⸗ gen einen ſchweren Beutel aufdringend, ſagte er:

Folge mir, oder pette Dich, wohin