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Wittgens Raubschloß : eine Sage / [August Rublack]
Entstehung
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mit ihm getrunken habe, viel weniger, daß ſol⸗ cher ihn aus dem Sattel gehoben. Das letze war der Todſuͤnden großte! und wuͤthend lechzte er nach Genugthuung.

Die nun bekannte Lage des Raubneſtes veran⸗ lafte eine Ausdehnung des landesherrlichen Befehls, und Heinrich ward daher entſendet, um ſolches auch in Reinhartsgrimma und Lugan geltend zu machen. Schnell ſaß er auf, und wie im Fluge ftuͤrmte er in die Nacht hinaus, um noch vor ihrem Ende, mit der Mannſchaft jener Doͤrfer, die Seinigen wieder

einzuhplen doch trauernd blieb ſein guter En⸗ gel am Siechbette der verlaßnen Marie zuruck.

Das flchtige Paar ritt unterdeſſen trübſinnig

im Kaßtelle wieder ein. Vittgen ſah, im Geiſte,

die blutige Erfuͤllung ſeiner Ahnung hinter ſich herſchreiten, und Todesſchauer rieſelten ſeinen Ruͤcken herab. Seit dem myſtiſchen Erſcheinen

des ſchwarzen Doffels nach der Eberjagd, hatte

ſie ihn raſtlos verfolgt, die Scene des Wiederer⸗ keiens im Schlottwitzer Grunde ihm neue

Schrecken verliehen, und als nun heule das un⸗ eſöhnliche Verhängniß ihm auf dem Vege der