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Wittgens Raubschloß : eine Sage / [August Rublack]
Entstehung
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zu Ende, als das Gefolge des Geprellten eintraf. Ein Theil desſelben hatte ſich lange vergeblich be⸗ muͤht, ſein Streitroß wieder aufzufangen, und die uͤbrigen hatte er verſandt, die Spur im fri⸗ ſchen Schnee zu verfolgen, indeß er ſelbſt die Maͤhre eines ſeiner duͤnnleibigen Gardiſten beſtieg, und, weil es nicht anders ging, langſam dem Schloße zuritt. Die Spyaͤher hatten leichte Ar⸗ beit gehabt, da die friſche Faͤhrte dieſe geuͤbten Jaͤger bis an den Rand des Felſenkeſſels fuͤhrte. Dort, in jenen undurchdringlichen Dickigen, mußte das Wolflager verſteckt ſeyn, und man beſchloß dahin aufzubrechen, um mit dem Grauen des Tages die Klopfjagd beginnen zu koͤnnen. Niemand war nun geſchaͤftiger, und dem toben⸗ den Luftfpringer williger gehorſam, als Hein⸗ rich und der greiſe Jobſt. In dem Buſen dieſer Drei kochten ZSorn, Haß und unverſoͤhnliche Rache. Jobſt's Widerwillen hatte nie geſchlafen, und Heinrichs Erbitterung aufgegangen durch die, ſeiner Schweſter zugefuͤgte Kraͤnkung, war

uͤppig gediehen im Thau ihrer Thraͤnen und dent Sonnenbrand ihres Elendes, waͤhrend der Edel⸗

mann nie vergeſſen und vergeben konnte, daß er mit einem Raͤuber gaſtlich verkehrt Bruͤderſchaft