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Wittgens Raubschloß : eine Sage / [August Rublack]
Entstehung
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dungen zu durchſtreichen, bis das Raubneſt ge⸗ funden und zerſtort worden ſey.

Kaum hatte ich's geleſen, ſo ſaß ich auch ſchon im Sattel; und als ich beim Mondſchein die ſchwediſche Bremſe ſo unerwartet erblickte, da ließ ich laufen, was der Hengſt vermochte, um den Raben ihr Futter klein zu hacken. Wenn nur Klinge an Klinge kam, nicht einmal durſtig haͤtten mich die beiden Krippenreiter machen ſol⸗ len aber kaum die Hand am Degen, ritten ſie mich kopfuͤber, daß mir das Genick knackte, wie einen geprellten Fuchs und aus des Fremden Halſe lachte der Teufel! Es kann auch nur der Behoͤrnte Gott ſey bei uns! geweſen ſeyn, im Leben habe ich keinen gräßlichern Kerl geſe⸗. hen! Groß wie Goliath, und ſchwarz wie die Racht, mit einem Gelaͤchter, daß die Benge wie⸗

derhallten!

Richt ohne Grauen dachten die beiden Schön⸗ betge an den geſpenſiſchen Reiter auf dem Ruͤck⸗ wege von Baͤrenklauſe, und im Zwieſpalt des Witleids und Abſcheues, trafen ſie mit getheilten Hetzen Anftalt, dem Vefehle ihres Fuͤrſten Folge Poch waren die nothigen Anordnungen nicht

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